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Astrologie: die Lügen der Sternengötter

Für Astrologen war 2007 wieder ein schwarzes Jahr - wie schon all die Jahre vorher auch. Ihre Vorhersagen anhand von Sternen-Anordnungen waren entweder so schwammig formuliert, dass man sie nicht nachprüfen kann, oder sie waren falsch. Zu diesem Ergebnis kommt die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung der Parawissenschaften (GWUP) in Roßdorf bei Darmstadt. In der GWUP sind 800 Wissenschaftler und wissenschaftlich Interessierte zusammengeschlossen, die sich mit okkulten Phänomenen und ihrer - möglichst wissenschaftlichen – Aufklärung beschäftigen.

Mag die GWUP soviel aufklären, wie sie will, derzeit füllen die Astro-Vorhersagen für 2008 wieder viele Seiten in Zeitungen und Zeitschriften. Doch schon beim flüchtigen Durchschauen mehrerer astrologischer Jahres- Prognosen müsste dem aufmerksamen Beobachter auffallen: Hier kann doch etwas nicht stimmen! Da präsentiert die esoterische Fachzeitschrift Visionen in ihrer Dezember-Ausgabe eine Astro-Vorschau für 2008, bei der den Ende Januar und im Februar Geborenen (noch astrologischer Deutung den „Wassermännern") Schwierigkeiten beim Kennenlernen von neuen Menschen angekündigt werden. Dies sieht die noble Frauenzeitschrift ELLE in ihrer Januar-Ausgabe 2008 völlig anders. In Bezug auf neue Freundschaften und einen großen Bekanntenkreis werde 2008 ein positives ,,Superjahr". Allerdings hat „Visionen" seine Astro-Vorhersagen von zwei deutschen Astrologinnen aufgrund der monatlichen Sternen-Anordnungen machen lassen. „ELLE" bemühte dagegen einen tibetanischen Astrologen. lm Unterschied zu den europäischen Astrologen beurteilen die tibetanischen und indischen Sternendeuter nicht die Gestirne-Stellungen des Geburtsmonats, sondern des Geburtsjahres. Und so kommen durch diese verschiedenen Ansätze für einen 1954 geborenen ,,Wassermann" völlig unterschiedliche Voraussagen zustande.

Diese Stellung wird Wer die Astrologie einmal näher hinterfragt, wird schnell auf ein Labyrinth von Ungereimtheiten und Widersprüchen stoßen. In ihrem Buch „Weißt Du, wie die Sterne stehen? - Astrologie erlebt und hinterfragt" haben der Buchautor und ehemalige Hobby-Astrologe Martin Doering und die frühere Profi-Astrologin Sabine von der Wense den Astro-Mumpitz einmal aufgearbeitet. Das Berechnen von persönlichen Horoskopen beruht auf der schematischen Dorstellung der Anordnung der Gestirne zu einem bestimmten Zeitpunkt. als Grundlage für die Schicksalsdeutung genommen. Da stellt sich als Erstes eine ganz einfache Frage: Welche der etwa 100 Milliarden bekannten Sterne sind für dass Leben eines Menschen nun von Bedeutung und welche nicht? Von Belang können eigentlich nur die 7.000 Sterne sein, die mit bloßem Auge zu erkennen sind - 3.500 auf der Nordhalbkugel der Erde, 3.500 auf der Südhalbkugel der Erde. Die Astrologie greift nun aus diesen 7.000 Sternen willkürlich 150 Fixsterne heraus und benennt aus ihren Stellungen am Himmel bestimmte Abbilder: Widder, Stier, Löwe, Krebs, Jungfrau etc. Es sind die sogenannten Tierkreiszeichen. Davon gibt es zwölf für die zwölf Monate im Jahr. Die bis heute gültige Auswahl von Sternen und ihre Anordnung zu Tierkreiszeichen traf der griechische Philosoph Claudius Ptolemäus um 100 noch Christus. Dabei wurden Sterne völlig willkürlich miteinander verbunden, je nachdem, wie sie damals von der Erde aus betrachtet wurden und man darin Tiergestalten der griechischen Mythologie zu erkennen glaubte. Doch worum waren es gerade diese I50 Fixsterne, die kombiniert wurden? Worum sollen nur sie Wirkungen auf den Menschen hoben und Milliarden andere nicht?

Als Ptolemäus die Tierkreiszeichen zusammenstellte, sah er Licht von Sternen, das bereits Jahre unterwegs war. Er sah nicht die Sternenkörper on sich, sondern nur ihr gesendetes Licht! Ein Lichtjahr entspricht der Entfernung von knapp 9,5 Billionen Kilometern. Das heißt: Der Stern, dessen Licht nach Jahren von der Erde erspäht werden kann, steht bei der aktuellen Wahrnehmung längst woanders oder existiert schon gar nicht mehr. Somit ist die Astrologie als Deutung von Sternenstellungen genau genommen eine Sternendeuterei ohne Sterne.

Die Astrologie hot eine lange Geschichte, und sie begann etwa im 3. Jahrtausend vor Christus bei den Sumerern, Assyrern und Babyloniern. Damals verehrte man die Sterne als Götter. In gefundenen Keilschrift- Tafeln finden sich deshalb dieselben Zeichen für Sterne und Gottheiten. Vom Ursprung her ist die Astrologie somit eine Religion - und das eigentlich bis heute. Schon die Namen der Sterne - z. B. Merkur, Mars, Jupiter etc. - dokumentieren bis zum heutigen Tag den antiken Vielgötterglauben.

Die Bibelschreiber bezeugten schon vor 3.000 Jahren, dass alle Planeten und Sterne keine Götter, sondern Gottes Werk sind. Wer also sein Leben an Sternen ausrichtet, wer glaubt, sie besäßen schicksalsbestimmende Kräfte, betreibt laut Bibel Götzendienst. Deshalb verurteilt die Bibel die Astrologie auf der ganzen Linie (2. B. in 5. Mose 17,2-5; Jesaja 47,13-14 oder Römer 1,21-25). In der Bibel werden Götzen als "nichtig" beschrieben, "sie nützen nicht und können nicht erretten, weil sie nichtig sind" (1. Sam.12,21). Die Astrologie mit ihren zahllosen Widersprüchen ist somit eines der besten Beispiele für einen Glauben an "nichtige" Götzen - absolut wert- und wirkungslos für die Realität.

Dennoch kann der Sternenglaube zu starken Abhängigkeiten führen, weil sich antigöttliche Mächte der Astrologie bedienen, um dadurch den Aberglauben schmackhaft zu machen - so, wie es bei den Babyloniern schon vor 5000 Jahren war. Diesen Zusammenhang durchlebte auch der Kirchenvater Augustinus, der lange Zeit selbst den "Schriften der Horoskopsteller ergeben gewesen" war. Er schreibt: "Das Enthüllen der Zukunft muss wahre, christliche Frömmigkeit durchaus verwerfen und verdammen ... Ich habe mich von den trügerischen Weissagungen und gottlosen Wahnvorstellungen der Astrologen losgesagt. Für diese Erkenntnis, mein Gott, will ich Dich aus innerstem Herzen preisen!"

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