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Gender Mainstreaming greift die Familie an

Einen scharfen Angriff auf die Familie sieht der evangelische Sozialphilosoph Prof. Günter Rohrmoser (Stuttgart) im sogenannten Gender Mainstreaming, das von der Bundesregierung und auch von Kirchen unterstützt wird, um die Gleichstellung von Mann und Frau auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen.

Kritiker sprechen von einer Ideologie, die propagiere, dass Geschlechterrollen ausschliesslich sozial erlernt würden und damit veränderbar seien, was zu einer Verwischung der Unterschiede zwischen Mann und Frau führe. Wie Rohrmoser bei der Jahrestagung des Vereins „Die Wende“ in Schwäbisch Gmünd sagte, gefährde diese Ideologie die ohnehin geschwächte Familie in Deutschland. So verzichte eine der reichsten Gesellschaften der Welt zunehmend auf Nachwuchs und arbeite so an seiner „biologischen Selbstabschaffung“.

Ein Volk müsse aber nicht nur Interesse an seiner biologischen, sondern auch an seiner kulturellen Reproduktion haben. „Das Schicksal der Kultur hängt davon ab, ob es eine Institution gibt, die das erreichte kulturelle Niveau halten kann und nicht abbricht“, so der Philosoph. Diese Institution sei die Familie.

Das Gender Mainstreaming gefährdet seiner Ansicht nach zudem die Meinungsfreiheit. Wer die Position ablehne, dass sexuelle Präferenzen beliebig seien und jeder auf sexuellem Gebiet das leben könne, was er für richtig halte, werde wie ein Rassist und Antisemit behandelt. In diesem Punkt sei auch die evangelische Kirche zu kritisieren. „Eine Kirche, die zwei schwule Pfarrer im Pfarrhaus leben lässt – auf so eine Kirche können sich Christen nicht mehr verlassen.“

In einer Tagungserklärung fordern die mehr als 100 Teilnehmer Christen auf, die gesellschaftliche Akzeptanz von Gender Mainstreaming zu verhindern. „Solange Deutschland noch über christlich-konservative Führungskräfte verfügt, ist es in der Lage, diese Existenz bedrohende Gefahr abzuwenden, denn Kulturen werden nicht von aussen zerstört, sondern von innen.“ Die Gender-Bewegung speise sich aus dem neomarxistischen Feminismus und der radikalen Homosexuellenbewegung. Nun sei es dringend geboten, Ehe und Familien zu fördern, „um den aggressiv auftretenden atheistischen Tendenzen ein funktionierendes Modell entgegenzusetzen“.

Die 1993 gegründete „Wende“ hat nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Unterstützer. Sie setzt sich für eine geistige Erneuerung Deutschlands aus den Wurzeln des christlichen Glaubens ein. Ihr Vorsitzender ist Gymnasiallehrer Jörg Birnbacher (Wendelstein bei Nürnberg).

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