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Intelligenz steht dem Gottesglauben im Weg

Sind Gläubige dümmer als Atheisten und kluge Menschen weniger gläubig? Der nordirische Psychologieprofessor Richard Lynn (Belfast) hat diese These aufgestellt und damit heftigen Widerspruch hervorgerufen.

Im Fachjournal „Intelligence“ (Oxford) stellt Lynn einen Zusammenhang zwischen der abnehmenden Glaubenspraxis im vorigen Jahrhundert und einer angeblichen Zunahme der Intelligenz her.

Der religiöse Glaube sei im 20. Jahrhundert in 137 Industrieländern zurückgegangen – weil die Menschen intelligenter geworden seien, so Lynn. Auch bezeichneten sich mehr Angehörige der intellektuellen Elite als Atheisten als im Bevölkerungsdurchschnitt.

Einer Umfrage unter Mitgliedern der „Königlichen Gesellschaft“ – einer Vereinigung führender Akademiker Grossbritanniens – habe gezeigt, dass nur 3,3 Prozent von ihnen an Gott glauben; hingegen seien es fast 69 Prozent der britischen Bevölkerung. Auch glaubten die meisten Grundschulkinder an Gott; später, wenn ihre Intelligenz wachse, legten viele diesen Glauben ab.

Lynns jüngste Vorstellungen sind auf teilweise scharfen Widerspruch gestossen; er hatte auch schon mit anderen Thesen über einen angeblichen Zusammenhang zwischen Geschlecht und Intelligenz sowie Rasse und Intelligenz Kontroversen ausgelöst.

Prof. Gordon Lynch vom Zentrum für Religion und Gesellschaft am Londoner Birbeck College hält es für gefährlich, auf stark vereinfachte Weise einen Zusammenhang zwischen Glauben und Intelligenz herzustellen. Religion als „primitiv“ abzuqualifizieren, werde dem komplexen religiösen und kulturellen Pluralismus nicht gerecht. Alistair McFadyen, Dozent für christliche Theologie in Leeds, entdeckt in Lynns Thesen einen „Hauch“ von westlichem Kulturimperialismus und antireligiöser Einstellung. Paul Woolley von der christlichen Denkfabrik „Theos“ wirft Lynn vor, von der unbewiesenen Annahme auszugehen, dass ein hoher Bildungsgrad gleichbedeutend mit Intelligenz sei. Auserdem habe er „die seit langem widerlegte These einer unausweichlichen Säkularisierung“ aufgewärmt. Das akademische Leben habe religiöse Wurzeln; die ersten Universitäten seien von der Kirche eingerichtet worden, und einige der herausragendsten Wissenschaftler von heute seien tief religiös.

Im Grunde bestägt Lynns These aber nur das, was der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief, Kapitel 3, formulierte: "Die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott." Der Glaube soll gerade nicht auf menschlicher Weisheit bzw. Intelligenz beruhen, sondern auf Gottes Weisheit und Kraft. "Denn das Wort vom Kreuz ist einie Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft; denn es steht geschrieben: 'Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen'." (1. Kor. 1,18 und 19). Gott macht die Weisheit dieser Welt zur Torheit. Das hat Richard Lynn nicht erkannt.

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