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Nachrichten aus Israel

Jetzt ist es klar, dass wir einen Widersacher im Weißen Haus haben. Mit Barak — das arabische (Mu)barak — Hussein Obama sind nun die Araber die Herren in Washington. Als Folge davon hat sich die öffentliche Meinung in den USA gegenüber Israel schon sehr deutlich verschlechtert.

Besonders schmerzhaft ist die Einstellung der meisten jüdischen Organisationen in Amerika, die den Präsidenten bestärken, auch in seiner antiisraelischen Politik. Angeblich geschieht dies, um Israel »vor sich selbst zu retten«. Mit anderen Worten: Wir benötigen einen Vormund. In internationalen Beziehungen ein Mündel zu sein bedeutet Protektorat (unter Schirmherrschaft stehen). Und wirklich, daraufhin zielt die Politik Obamas und seiner engen Berater, unter denen viele Juden und auch ehemalige Israelis sind. Es ist sehr bedrückend!

Was ist die eigentliche Absicht Obamas?
1. Israel wird aus Judäa-Samaria und OstJerusalem verdrängt, mehr oder weniger zurück zu den Grenzen von 1967.
2. Es entsteht ein palästinensischer Staat mit Jerusalem als Hauptstadt.

Beide »Staaten« werden zu einem Status von Vasallenstaat degradiert unter der Aufsicht des sogenannten »NahostQuartetts« (aus UN, USA, EU und Russland). Dazu werden internationale Truppen stationiert, und zwar von der NATO und den USA in Judäa-Samaria und überwiegend arabische Truppen (von Ägypten, SaudiArabien, Jordanien und den USA) im Gazastreifen. Die hauptsächliche Aufgabe dieser Truppen ist, Israel zu »beruhigen« hinsichtlich der Behauptung, dass Israel in den Grenzen von 1967 nicht mehr fähig sei, sich selbst zu verteidigen. Dafür bekommen wir fremde Truppen und »Garantien« — was uns sofort an die französischen Garantien für die Tschechoslowakei nach dem Ersten Weltkrieg erinnert. Die erwiesen sich als nicht einhaltbar und endeten in der Zerschlagung der Tschechoslowakei. Auf so etwas können wir uns natürlich auf gar keinen Fall einlassen! Andererseits sollen diese Truppen die Palästinenser vor den angeblich »sehr aggressiven« Israelis beschützen. In der Praxis bedeutet das: Israel wird es dann nicht mehr möglich sein, die Selbstmordbomber in Sichem oder Jenin festzunehmen oder kaltzustellen. Die fremden Truppen werden das nicht zulassen, oder es kommt zu einem Zusammenstoß zwischen den israelischen Kräften und Soldaten aus Europa oder Amerika — und das wäre natürlich der Wunschtraum aller Araber!

Israel soll Siedlungen »einfrieren«

Das Instrument, mit dem dieses Ziel erreicht werden soll, ist die sogenannte »Roadmap«, ein Strategieplan zur Einführung einer Zweistaatenlösung im Nahen Osten. Der Weg zur Kastrierung Israels führt durch folgende Stationen: »Einfrierung« der israelischen Siedlungen. Kein einziges neues Haus oder Schule, Kindergarten, Klinik darf mehr gebaut werden. In den mittelalterlichen Ghettos durfte man noch in die Höhe bauen, hier auch dies nicht. Auch Jerusalem wird hier als »Siedlung« betrachtet. Die Logik ist klar: Bevor man ein Glied amputiert, wird der Blutstrom zu ihm abgeschnitten. So gilt es als selbstverständlich, dass auf dem Gebiet des angestrebten palästinensischen Staates kein Jude mehr irgendein Aufenthaltsrecht haben wird. Konsequenterweise sollen deshalb auch alle jüdischen »Siedlungen« vernichtet werden. Und diese typisch nationalsozialistische Auffassung ist jetzt die offizielle Politik der sogenannten »freien Welt«! In Zahlen ausgedrückt handelt es sich um 300 000 bis 320 000 Juden in JudäaSamaria und etwa 200 000 in OstJerusalem. Nur in JudäaSamaria allein machen die Juden schon 20 Prozent der Bevölkerung aus, dort gibt es 1,5 Millionen Araber.

Der Terror soll unterdrückt werden

Die nächste Station der Roadmap ist die vollkommene Unterdrückung des Terrors und der Terrororganisationen seitens der Palästinenser. Das ist aber heute vollkommen ausgeschlossen, wo es doch zwei »Palästinas« gibt — Ramallah (Fatah) und Gaza (Hamas). Gaza (1,2 Millionen) ist ein offener Terror-»staat«, Ramallah ist es dem Wesen nach auch. Nach Neuwahlen bei den Arabern und der Errichtung eines durch und durch demokratischen Staatswesens bei ihnen (was es nirgends in der arabischen Welt überhaupt gibt!) soll das »Quartett« eine internationale Konferenz zusammenrufen, wo der »Palästinenserstaat mit vorläufigen Grenzen« ausgerufen wird.

Kontrolle durch das »Quartett«

Das Quartett schickt Kontrolleure bzw. Aufseher, die ihm berichten, in welchem Maße die Anweisungen der Roadmap von den Parteien vollzogen werden. Obwohl die obigen Vorbedingungen hinsichtlich Unterdrückung des Terrors nicht erfüllt wurden, beeilt sich Obama, in Jerusalem einen ganzen Aufsichtsmechanismus aufzubauen, dessen einzige Aufgabe es ist, die »Einfrierung« der Siedlungen durchzuführen. Das ist die sogenannte »Mitchelkommission«. Es ist klar, dass die »Kontrolleure« die Vorläufer der militärischen Intervention sind, der internationalen Truppe, die das Ende der israelischen Souveränität bedeutet. Was uns da blüht, kann man schon an dem befehlerischen und teils beleidigenden Ton seitens der Wortführer von Obama und den Lakaien des Herrn Sarkozy erkennen. Doch zwei Hindernisse stehen dem teuflischen Plan im Wege:
1. Das Hamas-Regime in Gaza (hier besteht die Möglichkeit, dass bei den von der Roadmap vorgeschriebenen Wahlen die Hamas auch in Ramallah die Mehrheit der Stimmen bekommt). Die jüdischen »Siedlungen« einschließlich Jerusalem. Solange die nötige Vertreibung und Zerstörung aus innerisraelischen Gründen unmöglich ist, bleibt auch Tel Aviv noch Herrscherin in ihrem eigenen Hause.

Von Zeit zu Zeit weigert sich unser Staatschef Benjamin Netanjahu, das »Anti-Siedlungen-Edikt« umzusetzen. Amerika und Europa (einschließlich Russland) drohen andeutungsweise mit Sanktionen.
Nun erreichte der Streit einen Höhepunkt, und zwar ausgerechnet wegen — Jerusalem! Auf dem Weg zum Scopusberg (Universität, Hadassah-Krankenhaus) in der Nähe des Polizeihauptquartiers steht das »Haus des Muftis« (Mufti ist ein hoher moslemischer Titel). Uns geht es hier um den »Großmufti« von Jerusalem. Er war der eigentliche Gründer der palästinensischen nationalistischen Bewegung. Seit dem furchtbaren Pogrom (blutige Ausschreitung) in Hebron und Jerusalem, Safed etc. von 1929 bestimmte er den Kurs dieser Bewegung: Mord, Brandstiftung und Pogrome gegen die Juden und auch gegen die Engländer. Er organisierte den sogenannten »Aufstand« (19361939) und wurde von den Engländern verbannt. 1940 war er im Irak und nahm Teil am Naziaufstand gegen England. Als dieser scheiterte, ging er nach Deutschland. Er diente als Werkzeug Hitlers in der arabischen Welt, stellte SS-Divisionen in Bosnien zusammen, plante zusammen mit Hitler die Vernichtung der Juden in Palästina und vereitelte einen Plan, 1 500 Juden (überwiegend Kinder) durch einen Austausch mit deutschen Kriegsgefangenen zu retten.

Das Muftihaus war dann Hotel (»Shepherd«), bis ein Millionär aus Amerika, Dr. Moskowitz, es erwarb. Moskowitz ist ein gläubiger Jude, ein hingegebener Unterstützer der jüdischen Siedlungen. Er kaufte aus strategischen, zionistischen Beweggründen besonders in Jerusalem viele Häuser und Grundstücke. Da war für ihn der Erwerb des Muftihauses natürlich eine besondere Freude und Genugtuung. Vor ein paar Wochen erhielt er dann die Genehmigung, dieses Hotel abzureißen und dort zwanzig Wohnungen (später auch mehr) zu errichten. Sofort wurde der israelische Botschafter zum amerikanischen Außenministerium in Washington zitiert, wo er den Befehl erhielt, dass Israel diese Bautätigkeit sofort einzustellen hätte. Ganz einfach so — das ist jetzt der Ton!

Netanjahus Antwort kam umgehend: Jerusalem ist keine »Siedlung«, sondern unsere Hauptstadt, und über Jerusalem wird überhaupt nicht verhandelt! Damit erübrigt sich auch alles andere. Alle »Land-für-den Frieden«-Pläne scheitern an Jerusalem. Solange wir nicht den letzten Meter in Jerusalem räumen, hat Obama nicht die geringste Chance, zu seinem Ziel zu kommen — wenn nur Netanjahu standhaft bleibt!

Im Propheten Sacharja heißt es:

»Und der Engel des HERRN sprach zu dem Satan: Der HERR schelte dich, du Satan! Ja, der HERR, der Jerusalem erwählt hat, schelte dich!« (Sach. 3, 2).

»Ich will Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker Alle, die ihn wegheben wollen, sollen sich daran wund reißen: denn es werden sich alle Völker auf Erden gegen Jerusalem versammeln« (Sach. 12, 3).

»Wünschet Jerusalem Glück! Es möge wohl gehen denen, die dich lieben!«, ruft David über die Heilige Stadt aus (Ps. 122, 6).


Von welcher Seite man es auch betrachtet, für Israel geht es um die Rückkehr in das Heilige Land, modern ausgedrückt: um Ansiedlung. Und gerade das klingt bei unseren Widersachern wie ein Schimpfwort!

Elyakim Ha'Etzni

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