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Warum die Bibel doch Recht hat

Die Kontroverse um das richtige Verständnis der Bibel in freikirchlichen Kreisen hält an. Die Zeitschrift der Brüderbewegung „Perspektive” (Dillenburg) hat jetzt die Behauptungen des baptistischen Theologen Prof. Kim Strübind (Oldenburg) zurückgewiesen, eine „bibeltreue“ Auslegung der Heiligen Schrift sei dialogunfähig und vertrete einen „prinzipiell unwissenschaftlichen Standpunkt“.

Diese Vorwürfe hatte Strübind im Frühjahr in der von ihm herausgegebenen „Zeitschrift für Theologie und Gemeinde“ erhoben. Unter der Schlagzeile „Warum die Bibel doch Recht hat“ stellt sich der Dozent für Hebräisch und Altes Testament und Studienleiter des Neues-Leben-Seminars, Hans-Georg Wünch (Altenkirchen), in der November-Ausgabe der „Perspektive“ hinter die von Strübind kritisierte Chicagoer Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Schrift. Strübind habe „offensichtlich große Schwierigkeiten mit dem Gottesbild der Bibel, das Gott als einen gerechten, heiligen und eifersüchtigen Gott zeigt, der sein Gericht über die Menschen ergehen lässt“, schreibt der promovierte Theologe. Stattdessen gehe er mit einem humanistisch geprägten Gottesbild an die Bibel heran, das alles, was nicht einem menschenfreundlichen Gott entspricht, „kurzerhand als religionsgeschichtlich überholt erklärt“.

Archäologische Argumente nicht ausreichend

Wünch hält die von Strübind vorgebrachten Argumente für nicht stichhaltig. Er hatte etwa behauptet, dass die Mauern von Jericho nicht eingestürzt seien, weil es in der Stadt nach den Erkenntnissen der Archäologie keine Mauern gegeben habe. Städte wie Jericho oder Ai seien zum Zeitpunkt der vermeintlichen Eroberung durch die Israeliten längst Ruinen gewesen. Wünch hält diese Erkenntnisse für „sehr zweifelhaft“. Man habe „eine Reihe von Töpferwaren und auch mindestens ein Gebäude aus jener Zeit gefunden“, die darauf schließen ließen, dass Jericho doch bewohnt gewesen sei. Andere Wissenschaftler meinten, „die Gebäude und Mauern jener Zeit seien durch Erosion so zerfallen, dass man sie heute nicht mehr nachweisen könne“. Auch Strübinds Ansicht, dass die Verehrung mehrerer Götter neben Jahwe im alten Israel vor dem Exil selbstverständliche Praxis gewesen sei, weist Wünch zurück. Vielmehr sei Gott mit unterschiedlichen Namen – Jahwe, El und Baal – angeredet worden.

Wünch zeigt sich davon überzeugt, dass archäologische Argumente allein nicht ausreichen. So sei die Bedeutung des Gefundenen nicht immer klar. Eventuell habe man auch nicht an der richtigen Stelle gegraben. So hätten kritische Alttestamentler lange geglaubt, dass es die Stadt Ur in Chaldäa nicht gegeben habe, bis sie ausgegraben worden sei. Wünch: „Nur weil man bisher noch nicht sicher die Stadtmauern von Jericho ausgegraben hat, bedeutet es noch lange nicht, dass es sie nicht gab.“

Den Verstand der Bibel unterordnen

Er räumt ein, dass er nicht auf alle Fragen im Zusammenhang mit der Glaubwürdigkeit der Bibel eine ausreichende Antwort habe: „Manches ist mir durchaus rätselhaft und unerklärlich.“ Er habe sich aber entschlossen, „meinen Verstand und meine Logik der Bibel und ihren Aussagen unterzuordnen. Nicht ich kritisiere die Bibel, sondern die Bibel kritisiert mich.“

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