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Weihnacht in Nordkorea

Wenig beachtet von der Weltöffentlichkeit praktiziert die nordkoreanische Diktatur eine hemmungslose und brutale Christenverfolgung. Weihnacht in Nordkorea: Das ist ein gefährliches Unterfangen.

Die christliche Gemeinschaft Nordkoreas lebt im Untergrund und in ständiger Gefahr. Seit vielen Jahren führt das Land den Weltverfolgungsindex, auf dem die christliche Organisation Open Doors Staaten aufführt, in denen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Christlicher Glaube ist in Nordkorea absolut verboten. Christen werden unerbittlich verfolgt.Einzig zwei Menschen müssen alle Bürger gottgleich anbeten: den verstorbenen Staatschef Kim Il-Sung als ewig gegenwärtigen Gott-Vater und den herrschenden Diktator, seinen Sohn Kim Jong-Il, als den von ihm erwählten Retter.

Jeder Nordkoreaner muss sich vor den monumentalen Herrscherstatuen verbeugen, die im ganzen Land errichtet wurden. Trotz aller Verfolgung gibt es in Nordkorea Christen. Man schätzt, dass die Untergrundkirche aus schätzungsweise 200.000 Christen besteht. Um die Geburt Jesu zu feiern, müssen die nordkoreanischen Christen aussergewöhnliche Wege gehen.

Der Projektkoordinator von Open Doors für Nordkorea erzählt von zwei Männern, die sich jedes Jahr wie zufällig in einem Park in einer Stadt treffen. Sie sitzen nebeneinander auf einer Bank, schauen schweigend den vorbeiziehenden Menschen zu und ab und ab wechseln sie ein paar Worte. Niemand darf wissen, dass sie Christen sind und auf diese Weise Weihnachten miteinander feiern.

In einem unbeobachteten Moment tauschen sie Bibelverse oder Gebetsanliegen aus und ziehen dann still, aber ermutigt weiter.

„Andere“, so erzählt der Mann, dessen Namen nicht genannt werden kann, „singen flüsternd, heimlich, hinter vorgezogenen Gardinen Choräle. Doch stimmt es sie traurig, ihren Kindern nicht die Weihnachtsgeschichte vorlesen oder sich gegenseitig besuchen zu können, um die Bibel zu lesen.“

Wer dabei erwischt wird, wird verhaftet, gefoltert oder wie ein Staatsfeind hingerichtet. Als ein Kind ausplauderte, dass die Großmutter im Sofa eine Bibel versteckt hält, kam die ganze Familie ins Arbeitslager.

Doch selbst aus diesem abgeschotteten Land dringen heimliche Botschaften auf handgeschriebenen Zetteln nach außen, berichtet Open Doors: „Hallo, ich danke Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie sich an Menschen wie uns erinnern und für uns beten. Wenn wir nicht Jesus in unseren Herzen hätten, hätten wir keine Hoffnung mehr. In unserem Leben wäre nur Dunkelheit. Wir singen heimlich Loblieder und versuchen so ganz nah bei Gott zu sein. Herzliche Grüße von einem Gläubigen aus Nordkorea“.

faktum

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